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- RT @ffminfo: #OpenData : Gebt uns unsere Daten wieder http://ow.ly/2t2rX #DieZeit about 6 days ago from TweetDeck
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Endorse the Open Declaration!
Vom 18. bis zum 22. November werden die EU-Minister in Malmö eine Deklaration beschließen, welche die Grundlage der E-Government Politik der EU für den öffentlichen Sektor für die nächsten drei Jahre bilden wird. David Osimo hat eine Initiative ins Leben gerufen, um der “top-down” Deklaration der EU-Minister eine “bottom-up” Deklaration der Zivilgesellschaft entgegen zusetzten. Soweit eine schöne Idee. Das eigentlich Erstaunliche ist allerdings, dass es der Initiative tatsächlich gelungen ist zu erreichen, dass die so entstandene OPEN DECLARATION tatsächlich gleichberechtigt neben der offiziellen Deklaration in die Konsultationen von Malmö einfließen wird. Nun kommt es darauf an, bis zum 18 November noch möglichst viele Unterstützer der Open Declaration zu finden. Zum Hintergrund der Deklaration heißt es auf der Seite:
Das Original und Übersetzungen in andere Sprachen kann man hier finden: THE OPEN DECLARATION. Vielen Dank an Jens Klessmann für diese Übersetzung ins Deutsche!
THE OPEN DECLARATION
Eine offene Deklaration für öffentliche Verwaltungen in Europa
Die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft sind zu komplex um von Regierungen alleine gelöst zu werden. Während traditionell in Regierungsstrategien versucht wird Dienstleistungen der Verwaltung zu automatisieren und für ihre Nutzung zu werben, wird der größte Einfluss des Webs in der Serviceverbesserung durch Zusammenarbeit, Transparenz und Wissensteilung erreicht werden.
Europa sollte die Gelegenheit ergreifen und die Beziehungen zwischen Bürgern und den Staaten durch mehr Verwaltungstransparenz und aktive Teilhabe neu formulieren.
Als Bürger verlangen wir volle Einsichtnahme in alle Aktivitäten, die in unserem Auftrag stattfinden. Wir wollen zur Entwicklung, Umsetzung und Bewertung von Politik beitragen können. Wir wollen aktiv einbezogen werden in die Gestaltung und das Angebot von Verwaltungsleistungen, mit umfangreichen Möglichkeiten unsere Perspektiven einzubringen und zunehmend mehr Entscheidungsbefugnissen. Wir wollen, dass die gesamte Bandbreite an Informationen der öffentlichen Hand von Gesetzesentwürfen bis zu Haushaltszahlen für Bürger einfach zugänglich, verständlich, wieder- und neu verwendbar ist. Dabei geht es uns nicht darum die Rolle des Staates zu verringern, sondern darum mit offener Zusammenarbeit eine bessere öffentliche Verwaltung mit verbesserten Entscheidungsprozessen zu erreichen.
Vor diesem Hintergrund schlagen wir drei Kernprinzipien für die öffentlichen Verwaltungen in Europa vor:
1. Transparenz: Alle Einrichtungen des öffentlichen Sektors sollten “transparent per Grundeinstellung” sein. Die Öffentlichkeit sollte mit klaren, regelmäßig aktualisierten Informationen zu allen Aspekten staatlicher Vorgänge und Entscheidungsprozesse versorgt werden. Es gilt, zuverlässige Mechanismen zu etablieren, die es Bürgerinnen und Bürgern erlauben, auf Bereiche mit noch mangelnder Transparenz hinzuweisen. Wenn öffentliche Einrichtungen Informationen bereitstellen, so sollte dies auf Basis offener, standardisierter und wiederverwendbarer Formate erfolgen (dabei sind selbstverständlich alle Datenschutzanforderungen zu berücksichtigen).
2. Partizipation: Politik und Verwaltung sollten proaktiv die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger suchen, von der Ermittlung von Nutzeranforderungen bei der Gestaltung von Verwaltungsleistungen bis zu öffentlicher Beteiligung an politischen Entscheidungen. Die Eingaben und staatliche Reaktionen sollten öffentlich sein, so dass andere Bürger diese einsehen können. Die Zusammenarbeit mit Bürgern sollte zu einer Kernkompetenz der Staaten werden.
3. Selbstverantwortung: Öffentliche Einrichtungen sollten sich als Plattformen für Wertschöpfung verstehen. Besonders Verwaltungsdaten und -leistungen sollten in einer Weise bereitgestellt werden, die es anderen erlaubt darauf aufzubauen. Öffentliche Einrichtungen sollten alle Bürgerinnen und Bürger durch die Bereitstellung von Werkzeugen, Fähigkeiten und Resourcen in die Lage versetzen, bestehende Probleme selbst zu lösen. Bürger sollten als Eigentümer ihrer persönlichen Daten behandelt werden: Sie sollten überwachen und kontrollieren können, wie ihre Daten verwendet und freigegeben werden.
Wir erkennen an, dass es Zeit und Kraft kosten wird, bis diese Prinzipien umgesetzt sind, da bestehende Steuerungsmechanismen angepasst werden müssen. Wir glauben aber, diese Prinzipien sollten im Fokus aller Anstrengungen zur Verwaltungsmodernisierung stehen. Bürgerinnen und Bürger haben bereits begonnen diese Leitideen in die Tat umzusetzen und die öffentliche Verwaltung “von außen” zu verändern. Politik und Verwaltung sollten diese Aktivitäten unterstützen und beschleunigen.
Wir rufen die Europäischen Staaten und die Europäische Kommission dazu auf, diese Prinzipien in ihre eGovernment Maßnahmenpläne aufzunehmen und sicherzustellen, dass Europas Bürgerinnen und Bürger die Vorteile einer transparenten, partizipativen und befähigenden Verwaltung so bald wie möglich erfahren können.
Endorse the Open Declaration!
On November 19th, the EU governments will meet in Malmo to sign a Ministerial Declaration that will define the key priorities for e-government strategy in Europe for the next years.
A group of Web 2.0 enthusiasts launched an open collaborative effort to build an Open Declaration on European Public Services, which calls on European governments to embrace the values of transparency, participation and empowerment and so improve public services. The European Commission and the Swedish Presidency of the EU have accepted that we present the declaration in the official programme of the Ministerial Conference.
We now need to collect thousands of endorsements in order to convince governments to fully embrace these values.
If you share the values of the Open Declaration, please add your name in this form. Together we can make a difference!