Dossier zur Finanzkrise mit Grafiken und Karten

Die Monatszeitschrift Le Monde Diplomatique hat in ihrer deutschen Ausgabe ein Dossier zur Finanzkrise mit Grafiken und Karten. Dort gibt es neben einer ganzer menge guter Hintergrundartikel ein paar interessante Infografiken.

Der Niedergang des Lohnanteils


In Deutschland wurden unter großem politischen Druck jahrelang Lohnabschlüsse unterhalb des Produktivitätszuwachses – plus Zielinflationsrate der EZB – durchgesetzt und der Flächentarifvertrag durch Öffnungsklauseln weitgehend zerstört. Die gesetzliche Regelung von Leiharbeitsverhältnissen und die Verschlechterung der Transferansprüche von Arbeitslosen verstärkte auf diese den Druck, Arbeit zu beliebig niedrigen Hungerlöhnen anzunehmen. Grafik als PDF »

Während die Kapitalströme im 19. Jahrhundert noch weitgehend an staatliche Rahmenbedingungen, feste Wechselkurse oder Handelsverträge gebunden waren, werden sie heute, ohne auf nennenswerte Grenzen zu stoßen, vornehmlich von Aktionären, Investmentfonds und der mit der Finanzwirtschaft verflochtenen Realwirtschaft bewegt. Grafik als PDF »

Steueroasen und Geldwäscheparadiese

Seit der Explosion der globalisierten Finanzmärkte stecken die Industrieländer in einem Widerspruch zwischen Liberalsierung und Kontrolle: Einerseits wollen sie ihre Spitzenverdiener nicht vergraulen; andererseits müssen sie gegen die wettbewerbsverzerrenden Steueroasen und Offshore-Finanzzentren vorgehen, weil diese ihnen hohe Steuerausfälle bescheren. Ob Browns geplante britische Sondersteuer auf Banker-Boni was nützt? Karte als PDF »

Wachstumsmotor Asien

Der wirtschaftliche Aufstieg, den China derzeit erlebt, gleicht dem der USA vor über einem Jahrhundert. Wir haben es dabei mit einem seltsamen Paradoxon zu tun. Der Kapitalismus neigt seinem Wesen nach zur Globalität – seine Logik hebelt die Aufteilung der Welt in Nationalstaaten aus. Zugleich tragen Investitionen, die bestimmte Regionen bevorzugen, am Ende dazu bei, nationale Großmächte aufzubauen, manchmal sogar Hegemonialmächte. Karte als PDF »

Asiens reicher Devisenschatz

Seit China 1994 den Yuanan an den Dollar gekoppelt hat, liegt das Land mit den Vereinigten Staaten währungspolitisch auf einem gemeinsamen Kurs. Mit dem Verfall des Dollars konnte es seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Amerika wahren und zugleich gegenüber der übrigen Welt stärken. Dabei sticht vor allem die Asymmetrie in den chinesisch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen ins Auge: Mehr als ein Drittel des US-Handelsbilanzdefizits (207 Milliarden Dollar) fällt allein im Handel mit China an. Karte als PDF »

Mehr Geld als Waren in der Welt

Der globale Handel steigt schneller als die globale Produktion, und noch stärker wächst der internationale Kapitalmarkt. Karte als PDF »

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