Was wünscht man sich als aufgeklärter deutscher Netzbürger, wenn plötzlich die Straßenlaterne als Lichtquelle beim Aufschließen der Haustür versagt? Richtig, fixmystreet für Deutschland -oder besser noch: eine entsprechende Plattform im heimischen Stadtportal.
Die Bearbeitung von Anliegen im öffentlichen Raum ist wegen verschiedener Zuständigkeiten für alle Seiten ein schwieriges Geschäft. Meldungen erfolgen oft mehrfach, meist über Telefon und ein Feedback an die Problem-Melder ist nicht immer möglich. Ständige und berechtigte Nachfragen von Bürgerinnen und Bürger sind in der kommunalen Verwaltungspraxis an der Tagesordnung.
Sucht man nach passenden Lösungen in Deutschland, führt eine kurze Recherche schnell zum Referenzprojekt Maerker.Brandenburg. Dort hat man auf Landesebene ein All-inclusive-Paket geschnürt und bietet den Kommunen die Teilnahme über das Portal der Landesverwaltung an. Mit Erfolg, denn mit über 1000 eingegangen Hinweisen wird hier eindrucksvoll gezeigt, dass Bedarf besteht und das Angebot angenommen wird.
Mark-a-Spot verfolgt zunächst einen anderen Ansatz. Als installierbare Webapplikation entwickelt, setzt es auf die direkte Integration in das städtische Internetangebot.
Die Internetplattform ermöglicht die unkomplizierte Darstellung von Störungen, Barrieren, Zuständen in einer Karte. Alle Inhalte können kommentiert und bewertet werden. Die Bewertungen werden zur Darstellung von Brennpunkten in der Karte herangezogen.
Beteiligte öffentliche Stellen dokumentieren ihr Handeln über Statusänderungen in einem verständlichen Ampelsystem. Bei der Konzeption wurde darauf geachtet, dass die Zugangshürden für den Dialog möglichst gering gehalten und der Publikationsprozess durch die Verwaltung gesteuert werden kann.
Mark-a-Spot ist flexibel auch für andere Szenarien einsetzbar. Es ist besonders geeignet, einfache Sachverhalte für eine möglichst große Zielgruppe in einer Karte darzustellen. Den Benutzer/innen vertraute Oberflächen wie Google Maps oder im zunehmenden Maße OpenStreetMaps helfen, die Akzeptanz zu erhöhen. Während der Entwicklung wurde darauf geachtet, dass alle dargestellten Inhalte auch ohne Javascript zugänglich bleiben. Strengere Tests hinsichtlich der Barrierefreiheit stehen aber noch aus.
Die Software setzt hierbei auf das CakePHP-Framework, clientseitig auf JQuery und für die Kartendarstellung zunächst auf das Google Maps API. In späteren Versionen ist eine Implementierung von OpenStreetMaps vorgesehen.
Die Installation benötigt einen Webserver, PHP 5.2 und MySQL > 4.2. Andere Datenbanksysteme sind möglich.
Ein kleiner Ausblick:
Für zukünftige Versionen ist eine “Kümmerer”-Funktion geplant, über die sich zum gemeinschaftlichen, ehrenamtlichen Beheben der Störungen verabredet werden kann und neben der OpenStreetMap-Option, die Integration von Twitter.
Siehe auch das Interview im Blog von Gov20.de: “Wir brauchen einheitliche und leicht zugängliche Plattformen für Verwaltungsdienstleistungen“
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[...] sind die Klimawerkstatt Essen und ein Anliegenmanagement in Schwäbisch-Gmünd. Weitere Infos: Kreis 2010, Winter 2010, Mark-a-Spot [...]