Alle wollen Open Data!

Ein neuer Bericht zum Nutzungsverhalten amerikanischer Erwachsener zeigt: Open Government Data ist nicht etwas für wenige, technikverliebte Menschen, sondern erreicht 40% der befragten Nutzer.

Am beliebtesten ist das Angebot von recovery.gov. Auf dieser Seite können Nutzer nachvollziehen wie das Geld aus den Konjunkturpaketen ausgegeben wird. 23% der Befragten gaben an dies schon einmal getan zu haben.

22% der User lesen Gesetzestexte bzw. -vorschläge im Internet. 16% Nutzen das Angebot von Data.gov um sich direkte, ungefilterte Informationen zu verschaffen.

Immerhin 14% überprüfen im Internet von welchen Personen oder Organisationen / Firmen ihre lokalen Abgeordneten Spenden erhalten.

Weitere Ergebnisse dieser Arbeit: Ungefähr ein Drittel der Befragten nutzen Blogs, Soziale Netzwerke und Videoplattformen um sich über Politik zu informieren und ihre Meinung mit anderen auszutauschen . Auffällig hierbei ist, dass Minderheiten, die das Internet bislang weniger für diese Zwecke genutzt haben, dies nun fast so häufig tun wie „weiße“ Amerikaner.

Die Studie wurde vom Pew Internet & American Life Project durchgeführt, Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Untersuchung zeigt sehr deutlich: Wenn es gute staatliche Angebote im Internet gibt, so werden diese auch genutzt. Die Befragung wurde abgeschlossen bevor die neuen Angebote zur Umsetzung der Open Government Directive veröffentlicht wurden (Untersuchungszeitraum: 30 November bis 27 Dezember 2009).

Open Government und Open Data haben also ein großes Potenzial und sprechen offensichtlich nicht nur einige wenige Nerds an. Umso mehr drängt die Zeit für mehr Open Data in Deutschland.

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