Eine offene Bibliographie für die Internet-Enquete – bitte ergänzen!

iRights.info rut zu einer schönen Aktion auf: Gemeinsam die, bisher noch etwas unvollständige Bibliographie für die Mitglieder der Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” zu ergänzen und dadurch zu verbessern. Und das in einem Wiki – ganz netz-demokratisch. Der Ansatz gefällt mir. Matthias Spielkamp schreibt dazu bei iRights.info

Die Bibliothek des Deutschen Bundestags hat für die Mitglieder der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft eine 137-seitige Bibliographie zusammengestellt, die iRights.info erstmals veröffentlicht. Diese Bibliographie enthält – bei der Länge nicht verwunderlich – viele interessante Texte. Aber sie enthält auch viele Lücken. Autoren wie Lawrence Lessig, James Boyle oder Rainer Kuhlen kommen nicht vor, obwohl sie substanzielle Beiträge zur Debatte geleistet haben.

Aber es geht nicht darum, das Team der Bundestagsbibliothek zu kritisieren, das gute Arbeit geleistet hat, sondern die Möglichkeiten des Netzes zu nutzen, um diese Auswahl zu verbessern. Darum haben wir ein Wiki eingerichtet, in das alle Interessierten Veröffentlichungen eintragen können, von denen sie denken, dass sie für die Mitglieder der Enquete hilfreich sein könnten.

In der Original-Bibliographie (PDF, 2 MB) sind fast nur deutschsprachige Quellen genannt. Ob man sich diese Beschränkung auferlegen sollte, ist wohl zweifelhaft, da die meisten Enquete-Mitglieder sicher auch englischsprachige Beiträge lesen können. Aber da, wo ein entsprechender deutschsprachiger Text – also eine Übersetzung oder ein Äquivalent – vorliegt, sollte auf die deutsche Version verwiesen werden.

Die Kategorien sind

  1. Kultur und Medien
  2. Wirtschaft, Umwelt
  3. Bildung und Forschung
  4. Verbraucherschutz
  5. Recht und Innen
  6. Gesellschaft und Demokratie

- mit jeweiligen Unterkategorien. Dazu sollte es eine Menge zu empfehlen geben.

iRights.info wird der Bundestags-Bibliothek bis Ende Mai die Liste zukommen lassen, damit die Bibliothek Werke, die nur gedruckt vorliegen, erwerben und den Mitgliedern der Enquete die ergänzte Liste zur Verfügung stellen kann.

Wir sind gespannt, was bei  diesem Experiment herauskommt!

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